Die Geschichte von Donkervoort reicht bis ins Jahr 1978 zurück, als die ersten Wagen die bescheidene Werkstatt in Tienhoven verließen. Einige Jahre später zog das Unternehmen nach Loosdrecht um, dann im Jahr 2000 in das heutige, helle und moderne Werk in Lelystad, in Sichtweite der A6. Dort entwickeln und bauen wir unsere Sportwagen. Sorgfältig und mit viel Liebe fürs Detail. Vom Fahrgestell über die Radaufhängungen bis hin zur Karosserie. Und von den vielen High-Tech-Teilen aus Carbonfiber bis hin zum geschmackvollen Interieur. 2014 kam eine zweite Niederlassung hinzu: im Bilster Berg Drive Resort in Bad Driburg (D), einer kleineren Ausgabe des Werks in Lelystad.

Seit den Anfangsjahren hat Donkervoort über 1.100 Sportwagen gebaut. Zuerst mit Ford-Motoren und ab 1999 mit Motoren von Audi. Das Resultat einer freundschaftlichen Beziehung, die es uns ermöglicht Sportwagen mit den zuverlässigsten, stärksten und kompaktesten Motoren zu bauen, die auf dem Markt erhältlich sind.

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1978 – Der Anfang

Joop Donkervoort baut 1978 den allererste Donkervoort: den S7. Die Idee entstand nach dem Kauf eines Kit Car (Bausatzauto) von einem niederländischen Importeur, das auf einem Entwurf von Colin Chapman basierte. Es stellte sich jedoch heraus, dass für dieses Auto keine Typzulassung erteilt werden konnte und es daher nicht auf niederländischen Straßen fahren durfte. Für eine Zulassung hätte das Fahrgestell angepasst werden müssen. Da entschloss sich Joop den Sprung ins kalte Wasser zu wagen: die Gründung einer neuen Sportwagenmarke.

Tienhoven – S8

Mit der Einführung des Super Eight (S8) verabschiedet sich Donkervoort offiziell von den Bausätzen. In den ersten Jahren verlassen insgesamt ca. 140 S7- und S8-Modelle die kleine Werkstatt in Tienhoven.

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1983 – Loosdrecht

Schon bald zieht Donkervoort in eine größere Fabrik ins nahe gelegene Loosdrecht. Hier wird der S8A entwickelt und gebaut, u.a. ausgerüstet mit einem ganz neuen Fahrgestell, Einzelradaufhängung und elektronischer Einspritzung. Später wird das Modell um den S8AT ergänzt, der u.a. mit einem breiteren Fahrgestell und einem Turbolader, der 50 PS extra einbringt, ausgerüstet wird.

1988 – D10

Auf dem Autosalon von Paris wird der D10 präsentiert: eine limitierte Ausgabe von lediglich 10 Stück, die gegenüber dem S8A erneuert und verbessert wurden. Mit dem Namen des neuen Modells zieht Donkervoort einen Strich unter die Vergangenheit. Das S als letzter Hinweis auf den Super Seven verschwindet definitiv aus den Modellnamen.

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1992 – Die D8-ära beginnt

1992 wird der letzte S8A gebaut und als geeignete Alternative für den bis dato verwendeten Motor bietet sich der Ford Zetec-Motor an. Dieser Motor passt jedoch nicht auf das S8A(T)-Fahrgestell und so entsteht der erste D8: der D8 Zetec.

1994 – Noch sportlicher

Knapp zwei Jahre nach der Einführung des D8 Zetec wird dieser einer Abmagerungskur unterzogen: er wird als erstes Modell mit Carbon-Komponenten ausgerüstet und die langen Kotflügel werden durch kurze Cycle Wings ersetzt. Später folgen noch der D8 Cosworth und der D8 Cosworth Sport.

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1993 – 2001 – Donkervoort Cup

Fast zehn Jahre lang wird der Donkervoort Cup gefahren: eine Rennklasse mit und für begeisterte und wettkampforientierte Donkervoort-Fahrer mit Rennen in den Niederlanden, Deutschland, Belgien und diversen anderen Ländern. Bei dem Arrive & Drive-Prinzip konnten Fahrer in ihrem Donkervoort vorfahren, am Rennen teilnehmen und danach wieder mit ihrem Wagen nach Hause fahren, oft inklusive Pokal im Kofferraum.

1999 – Start Kooperation mit Audi

In den 90er Jahren macht sich Donkervoort behutsam auf die Suche nach einem neuen Motorenlieferanten und stößt auf lebhaftes Interesse bei führenden Köpfen in der Automobilindustrie. So auch beim damaligen Audi-Spitzenmann Dr.-Ing. Franz Josef Paefgen. Zusammen mit Joop Donkervoort ist er die treibende Kraft bei der Entwicklung des D20, welcher der neue Super-Donkervoort werden soll. Audi liefert nicht nur das notwendige Knowhow für die Entwicklung des Motors, sondern unterstützt die Modellentwicklung auch in anderen Bereichen.

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1999 – D20

Der D20 war als Modell geplant, das gegenüber den Modellen mit den bis dato verwendeten Ford-Motoren deutlich verbessert werden sollte. So wurde der D20 nach dem Transaxle-Prinzip entwickelt, bei dem sich der Motor vorne befindet und das Getriebe auf die Hinterachse verlagert wird. Außerdem erhält der D20 ein Fahrgestell, das um einen Faktor von 6,7 steifer ist, mit einer stark optimierten Aerodynamik, einer verbesserten Radaufhängung usw. Doch als der D20 zugelassen werden soll, wird die europäische Gesetzgebung geändert und aufgrund der damit verbundenen strengeren Emissionswerte ist eine Typzulassung nicht mehr möglich.

1999 – D8 Audi

Aus dem Projekt D20 wurden auch für den D8 Audi in vielerlei Hinsicht Konsequenzen gezogen. Der D8 erhält ein neues Fahrgestell, das teilweise auf dem D20 basiert, aber noch einmal wesentlich steifer ist. Zuerst wird der D8 mit 150 und 180 PS ausgestattet und bereits in den ersten Rennen zeigt das Auto, dass es zu der Spitze unter den Donkervoort-Wagen zählt. Der D8 schafft es problemlos vorne mitzumischen. Die wunderbare Fortsetzung der Kooperation mit Audi.

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2000 - Lelystad

Die neue Zusammenarbeit mit Audi führt zu ehrgeizigen Plänen und die guten Verkaufsergebnisse sorgen dafür, dass es in Lelystad langsam zu eng wird für Donkervoort. Da die Aussicht auf eine Eroberung der Sportwagenwelt und auf eine (noch) größere Produktionsmenge besteht, entscheidet man sich zum Bau einer nagelneuen Fabrik mit einer Produktionskapazität von ca. 100 Donkervoort-Wagen pro Jahr. Im Jahr 2000 erfolgt der Einzug in das neue Gebäude in direktem Sichtkontakt zur A6.

2003 – Produktion Fahrgestell im eigenen Werk

Ab 2003 wird auch das Fahrgestell in der Fabrik in Lelystad gefertigt, denn der ehemalige britische Lieferant scheut die Investitionen, welche für die Qualitätsanforderungen von Donkervoort erforderlich sind.

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2004 – D8 Audi (E-gas) Wide Track

Donkervoort setzt auch weitere Verbesserungen durch. Bei dem D8 Wide Track wird nicht nur die Spurweite vergrößert, sondern zugleich wird er mit einer neuen Nase ausgestattet, neuen Lampen und weiteren, kleinen Verbesserungen. Ab 2004 dient der Wide Track als Grundlage für alle neuen Donkervoorts.

2004 – 2006 – Rundenrekord Nürburgring Nordschleife

2004 brach Donkervoort Racing die relative Stille im Rennsportbereich mit einem prestigeträchtigen Rundenrekord auf dem Nürburgring. Genauer gesagt auf der Nordschleife, Europas attraktivster und anspruchsvollster Rennstrecke. Der bestehende Rekord einer anderen Sportwagenmarke wurde praktisch aus heiterem Himmel um volle 15 Sekunden pulverisiert. Ein Husarenritt, der im Jahr 2005 wiederholt wurde. Dieses Mal noch eine ganze Sekunde schneller. Für Kenner: 2005 jagte Michael Düchting den Donkervoort in 7:14:89 Minuten über die Rennstrecke. In beiden Jahren war der Donkervoort D8 RS, ausgerüstet mit einem festen Dach und diversen aerodynamischen Hilfsmitteln, wie Spoiler, ganz eindeutig der schnellste Wagen auf dem Ring.

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2006 – D8 270 RS

Der D8 270 RS war eine Huldigung an den prestigeträchtigen Rekord, auf dem Nürburgring. Dieser Rundenrekord katapultierte Donkervoort in das internationale Rampenlicht. Der Donkervoort D8 270 RS wurde nach dem D8 RS benannt, mit dem der Rekord gebrochen wurde, und in einer limitierten Auflage von 25 Stück hergestellt. Einige Verbesserungen gegenüber der 210 PS Version waren die Leistungssteigerung auf 270 PS und eine neue Nase, die Platz für größere Kühler bot. Das Gewicht blieb fast gleich. Der D8 270 RS durfte sich als eines der schnellsten Autos, das Donkervoort je gebaut hat, bezeichnen.

2007 – D8 GT

2007 wurde auf der Geneva Motorshow der erste geschlossene Donkervoort vorgestellt. Hinsichtlich der offenen Version des D8 wurde der Donkervoort D8 GT in technischer Hinsicht fast komplett verändert. Vor allem im Innenleben wurden einige Änderungen vorgenommen. Der D8 GT wurde mit 650 Kilogramm der leichteste GT weltweit. Vor allem die Verwendung von Carbonfiber trug dazu entscheidend bei: Das komplette Dach, das gesamte Heck des Wagens und auch die Türen und Kotflügel sind aus diesem Material hergestellt.

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2008 – FIA GT4 European Cup

Nach der Einführung des D8 GT im Jahr 2007 erhielt Donkervoort eine Einladung der FIA zur Teilnahme an den neuen FIA GT4 Championship Series. Anderthalb Jahre später präsentierte Donkervoort Automobielen voller Stolz die ersten beiden D8 GTs in Renn-Ausführung während des 24-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps. Die ersten Kilometer im echten Wettkampf und darüber hinaus erfolgreich: Donkervoort eroberte sich den ersten und den dritten Platz. Und das im allerersten Rennen!

2011 – Gewinner 24H Dubai

Diese guten Ergebnisse waren eine Ermutigung sich an Langstrecken heranzuwagen. Die Gelegenheit dazu bot die Einladung zur 24H of Dubai 2010, wo der D8 GT zum ersten Mal den Kampf gegen ein großes und  gemischtes Teilnehmerfeld aufnahm. Für den D8 GT sollte es das erste Langstrecken-Rennen werden: die ultimative Chance den Wagen auf Ausdauer und Qualität zu testen. Im ersten Langstrecken-Rennen endete Donkervoort Racing mit dem D8 GT auf dem 5. Platz im GT4-Feld und auf dem 24. Platz in einem Feld von insgesamt 80 Teilnehmern. Im Januar 2011 nahm das Donkervoort Racing-Team zum zweiten Mal an der 24H of Dubai teil. Mit dem Donkervoort D8 GT (in einer 24-Hours-Edition) konnten die Rennfahrer Nick de Bruijn (NL), Denis Donkervoort (NL) und Stéphane Wintenberger (F) den ersten Platz in der SP3-GT4-Klasse erringen. Damit wurde das Team 13. in der Gesamtwertung unter 85 Teilnehmern.

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Ende 2011 – Einführung D8 GTO

Im Dezember 2011 präsentierte Donkervoort bei einer Sneak Preview den ersten Prototyp des neuen D8 GTO. Dieser neu entwickelte Donkervoort, der nur 5 % seiner Teile mit dem D8 270 und ca. 30% mit dem neueren D8 GT gemeinsam hat – wird als nächste Donkervoort-Generation betrachtet. Der D8 GTO ist mit einem längs eingebauten Fünfzylinder 340 PS 2.5 TFSI Motor von Audi ausgerüstet. Außerdem besteht die gesamte Karosserie aus  Carbon-Komposit-Komponenten. Der D8 GTO ist zudem ca. 35 Zentimeter länger und 15 Zentimeter breiter als seine Vorgänger.

2012 – Europäische Kleinserien Typzulassung

2012 schafft es der neueste Donkervoort-Spross die neue European Community Small Series Type Approval (ECSSTA) zu bekommen. Diese wird nicht nur in allen europäischen Mitgliedsstaaten, sondern auch in der Schweiz, Russland und den Golfstaaten, akzeptiert. Diese Zulassung garantiert nicht nur noch höhere (technische) Qualitätsnormen am Auto, sondern verschafft Donkervoort zudem Zutritt zu neuen Märkten, z.B. in Russland, Osteuropa und den Golfstaaten.

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2013 – Erste Lieferung D8 GTO

Im Sommer 2013 werden die ersten sechs D8 GTOs geliefert. Diese Premium GTOs sind „nummerierte Exemplare“ mit einer sehr exklusiven (sportlichen) Ausstattung, die in den späteren Produktionsversionen nicht mehr wiederholt wird. Nach der Auslieferung aller Premium-GTOs startet man 2014 mit der Produktion der „normalen“ D8 GTOs.

2014 – Eröffnung neue Niederlassung in Deutschland

Ende 2013 entscheidet sich Donkervoort für eine Erweiterung nach Deutschland und setzt damit einen weiteren Schritt in Richtung Verstärkung seiner Aktivitäten in Deutschland. Die neue Niederlassung, Donkervoort Automobielen GmbH, hat ihren Sitz im Bilster Berg Drive Resort, einer nagelneuen Test- und Event-Rennstrecke der Luxusklasse in Nordrhein-Westfalen. Im Frühling 2014 wurde die Niederlassung offiziell eröffnet.

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